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, Fesselhofer Ursula

Leo Holper beim Saisonauftakt im Spitzenfeld

Der Start in die nationale Wettkampfsaison gestaltete sich coronabedingt sehr elitär: Drei Bewerbe für alle Altersklassen waren am Wochenende nach Ostern ursprünglich geplant gewesen, ausgetragen wurde schließlich nur die Staatsmeisterschaft über die Mitteldistanz mit einem begrenzten Starterfeld. Dabei lief Leo Holper - bei seinem ersten Einsatz in seinem ersten Jahr in der Allgemeinen Klasse - auf den starken 7. Platz!

34 Herren und 18 Damen waren am Sonntag, dem 11. April bei der Staatsmeisterschaft am Michelberg im Norden von Wien am Start. Darunter auch fünf Fürstenfelder: Neben dem frisch in den Elitekader aufgerückten Leo nützten auch die startberechtigten Juniorenläufer Kilian, Peter und Jakob die Chance auf einen ersten Wettkampf, ebenso wie Sportdirektor Roland Fesselhofer.

Physische Vorbelastung
Für Leo war es bereits das zweite Rennen an diesem Wochenende, denn am Vortag war das Nationalteam für einen Bahntestlauf über 3000m zusammengekommen. Dies war der erste von drei Testläufen für die Europameisterschaft im Mai in der Schweiz. Bereits dort konnte Leo mit einem starken Ergebnis aufzeigen, er belegte mit einer Zeit von 9:10 Minuten den vierten Platz. "Ich wollte zwar meine PB von 9:05 übertreffen, aber angesichts der Tatsache, dass der erste Kilometer für mich etwas zu schnell war, bin ich mit meiner Zeit und meiner Platzierung zufrieden.", zieht der Bundesheerleistungssportler ein positives Resümee.

OL-Challenge vom Feinsten
Bei der ÖSTM Mitteldistanz waren jedoch nicht nur schnelle Beine, sondern auch Orientierungstechnik auf höchstem Niveau gefragt. Gleich zu Beginn ging es in ein unübersichtliches Gebiet mit detaillierten Geländeformen und dichtem Bewuchs, der das Vorankommen und die Sicht behinderte. Fernsehkameras und ein Kameraläufer setzten die Wettkämpfer zusätzlich unter Druck, will man sich doch vor laufender Kamera keine Blöße geben. Selbst die Besten und auch der spätere Staatsmeister Gernot Ymsén ließen hier im Anfangsteil bereits wertvolle Zeit liegen. Im weiteren Streckenverlauf wechselten längere Teilstrecken mit Routenwahlproblemen und der Möglichkeit, schnell zu laufen, mit kurzen Posten in feinen Gebieten, die den vorermüdeten Läufern wieder höchste Konzentration abverlangten.

Leo meisterte diese Herausforderung recht gut: "Die Bahn und das Gelände waren meiner Meinung nach sehr schwierig und forderten mein bestes technisches Können. Umso mehr freut es mich, dass ich ohne grobe Fehler durchgekommen bin. Ein bisschen ärgern mich die vielen kleinen Fehler zwar schon (vor allem der Routenwahlfehler zum 16er, wo ich etwas mehr als eine Minute auf die besten Zeiten verloren habe), aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meinem Lauf und denke, dass ich bei meiner ersten Staatsmeisterschaft eine ganz gute Leistung gezeigt habe." Die übrigen Fürstenfelder waren mit ihren Leistungen weniger zufrieden, aber die Saison ist ja noch mehr als jung und die Wettkampfroutinen müssen sich erst einspielen.

Bei den Herren nahm sich der auf Goldkurs liegende Grazer Mathias Peter durch einen administrativen Fehler (er ließ einen Posten aus) selbst aus dem Rennen, es siegte Routinier Gernot Ymsén (HSV Pinkafeld) vor Jannis Bonek (NF Wien) und Robert Merl (ASKÖ Henndorf). Bei den Damen gab es einen vereinsinternen Sekundenkrimi um die Medaillen, Gold holte schließlich Anika Gassner, sechs Sekunden vor Anja Arbter und weitere sechs Sekunden vor Jasmina Gassner (alle drei NF Wien).

Am Donnerstag, dem 15. April um 20:15 wird eine Zusammenfassung des Wettkampfs auf ORF Sport Plus gesendet, die weiteren Sendetermine findet ihr hier.

Ergebnisse

Zwischenzeiten

GPS Herren

GPS Damen

Der weitere Ausblick
Ursprünglich waren im April und Mai noch zwei weitere Austria Cup Wochenenden geplant, diese wurden aber aufgrund Corona in den Sommer und Herbst verschoben. Der nächste Programmpunkt auf nationaler Ebene wäre damit am ersten Juniwochenende, hier sind zwei Bewerbe in Graz (ÖSTM/AC Sprint und ÖSTM/ÖM Staffel) und zwei in Hainersdorf bei Ilz (AC Langdistanz und ÖM Mannschaft) geplant. Für letztere laufen vereinsintern bereits die Vorbereitungen, auch wenn natürlich abzuwarten ist, ob und in welcher Form die Wettkämpfe dann tatsächlich stattfinden können.

Foto von Andreas Schachinger (4. AC 2020 Redleiten)