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, Fesselhofer Ursula

Österreichische KO-Sprint Premiere in Graz

Am Sonntag, dem 11. Juni 2023 kam es im Rahmen der Sport Austria Finals in Graz zu einer ganz besonderen Premiere: Zum ersten Mal in der Geschichte wurde das Format des Knock-Out Sprints in Österreich als nationaler Wettkampf ausgetragen. Mit dabei waren natürlich einige motivierte Fürstenfelder, die sich im Kampf Mann gegen Mann bzw. Frau gegen Frau beachtlich schlugen!

2022 wurde der KO-Sprint zum ersten Mal bei der WM ausgetragen, somit war es höchste Zeit, dass diese Disziplin auch in Österreich in den nationalen Wettkampfkalender aufgenommen wird. Das Organisieren eines solchen Wettkampfs stellt allerdings eine große Herausforderung dar - der sich der OLC Graz dankenswerter Weise nun stellte. So nützte man wieder das Setting der Sport Austria Finals in Graz für eine optimale Unterstützung von Seiten der Stadt und um den OL-Sport in der Öffentlichkeit und Sportszene zu präsentieren.

Organisatorisch war der Wettkampftag zweigeteilt: Am Vormittag fand ein (kurzer) Sprint im Bereich des TU Graz Campus Inffeld statt. Dieser zählte als Austria Cup und war zugleich Qualifikation für die Finalläufe des KO-Sprints am Nachmittag. Letzterer spielte sich dann in der Grazer Innenstadt ab und hatte ÖM-Status.

Viele Podestplätze beim Sprint
Der Sprint war von vielen Routenwahlen um (und z.T. sogar durch) die Gebäude des TU-Campus geprägt. Für die ersten Starter ging er noch trocken über die Bühne, dann wurde es zunehmend nass von oben und rutschig von unten. Neun Fürstenfelder platzierten sich bei diesem Austria Cup am Stockerl:

  • 1. Platz: Viktoria Gigler (D -14), Joachim Friessnig (H 65-)
  • 2. Platz: Matthias Schmalhardt (H -14), Elias Monsberger (H -18 Elite)
  • 3. Platz: Mira Veitsberger (Familie), Luisa Grangl (D -14), Gertraud Leonhardt (D 65-), Oliver Schnepf (H -16 Elite), Peter Brabek (H -20 Elite)

Ergebnisse

Beherzte Einsätze beim KO-Sprint
Kurze Zeit später ging es dann mit dem KO-Sprint weiter. In der Eliteklasse, die diesmal mit 17 bis 39 Jahren weiter gefasst war, gab es zunächst ein Viertelfinale mit sechs Vorläufen zu je sechs StarterInnen. Die schnellsten drei jedes Vorlaufs qualifizierten sich dann für das Halbfinale mit drei "Heats" und ins Finale der Top 6 schafften es dann nur die drei Siegerduos.

Der OC Fürstenfeld war mit sechs Herren und zwei Damen im Viertelfinale vertreten. Davon konnten sich Peter Brabek, Roland Fesselhofer, Ursula Fesselhofer und Katharina Perl für das Halbfinale der Top 18 qualifizieren. Letztere nahm aufgrund eines Missverständnisses von ihrem Startrecht leider nicht Gebrauch (es gab im Ziel keine einsehbaren Ergebnisse und Startlisten). Junior Peter und Senior Roland kämpften tapfer gegen die starke Konkurrenz und belegten schließlich beide den fünften Platz in ihrem Heat. Auch für Ursi, die bei der WM nur knapp am KO-Sprint-Finale gescheitert war, war aufgrund ihres Babybauchs im Halbfinale Schluss. Die Finali machten erwartungsgemäß die Elite-NationalteamläuferInnen unter sich aus.

In den Nachwuchs- und Seniorenklassen wurde das Finale mit nur einem Lauf durchgeführt. In den A-Finalläufen der jeweiligen Top 6 waren insgesamt zwölf FürstenfelderInnen am Start. Bei den Herren bis 14 gab es ein spannendes Finish, in dem sich Paul Gollinger hauchdünn vor Matthias Schmalhardt die Bronzemedaille schnappte. Nicht weniger aufregend ging es bei den gleichaltrigen Damen zur Sache, wo es zunächst nach einem Doppelsieg für Viktoria Gigler und Luisa Grangl aussah. Leider hatten die beiden im Burggarten einen falschen Posten erwischt und wurden daher disqualifiziert. Gertraud Leonhardt durfte sich in der zusammengefassten Kategorie der Damen ab 60/65 über die Bronzemedaille freuen. Oliver Schnepf verpasste die Medaille als Vierter bei den Herren bis 16 Elite nur knapp bzw. war zunächst noch unklar, ob ein vor ihm gereihter Läufer zählt oder nicht.

Alle Ergebnisse

Ein paar schöne Impressionen dieses spannenden Wettkampftags gibt es in diesem Video zu sehen! Wer gut aufpasst, kann einige OCFF-Dressen entdecken.

Fotos: Sport Austria / GEPA Pictures