EYOC und JWOC aus Fürstenfelder Sicht
Rund um den Schulschluss in Österreich stehen alljährlich die Großereignisse des OL-Nachwuchsssports an: Von 22. bis 25. Juni fand die Jugend-EM (für die bis 16-Jährigen und bis 18-Jährigen) in Velingrad, Bulgarien statt und von 2. bis 9. Juli wurde die Junioren-WM (für die bis 20-Jährigen) in Baia Mare, Rumänien ausgetragen. Im österreichischen Aufgebot für die EYOC mit dabei waren mit Oliver Schnepf (Men 16), Katharina Perl (Women 18) und Elias Monsberger (Men 18) gleich drei Fürstenfelder AthletInnen. Bei der JWOC vertrat Peter Brabek die Thermenhauptstadt im österreichischen Auswahlteam. Professionell betreut wurden die Jugendlichen vom bewährten Trainerteam des österreichischen Nachwuchskaders unter der Leitung von Karin und Matthias Leonhardt.
Von allen EYOC- und JWOC-Bewerben gibt es ausführliche Berichte aus österreichischer Sicht auf der ÖFOL-Homepage. Wie es unseren vier Fürstenfelder NachwuchsläuferInnen ergangen ist, könnt ihr hier nachlesen:
Für Oliver war es die erste Teilnahme an einem internationalen Großereignis, bei dem er sich als erst 15-Jähriger in der Klasse bis 16 Jahre behaupten musste. Sein Resümee: Für meine erste EYOC hatte ich keine Erwartungen bzw. konnte ich mir nicht vorstellen, wie so ein internationaler Wettkampf abläuft, aber ich wurde im positiven Sinne überrascht. Die Stimmung innerhalb des österreichischen Teams war super wir hatten vor Ort zwei schöne Trainingstage, um das Gebiet kennenlernen, das vom Höhenbild Österreich sehr ähnelte, es war aber etwas grüner als bei uns. So ging ich voller Vorfreude in den ersten Wettkampf, den Sprint. Mir war bewusst, dass das Niveau sehr hoch war, jedoch war ich mit meinen Lauf sehr zufrieden. Ein, zwei kleine Fehler waren zu bemängeln, aber im großen Ganzen bin ich sehr zufrieden mit dem 54. Platz. Bei der Lang war ich aufgrund des sehr guten Ergebnisses am Vortag etwas unfokussiert, sodass ich einige Fehler machte, die mir nur den 73. Platz brachten. Bei der Staffel war ich leider sehr unfokussiert, sodass ich einen großen Fehler machte, der unsere Staffel sehr weit nach hinten fallen ließ. Dies war dann am Ende nochmals ein Schlag, der mich ziemlich fertig machte. Aber im Allgemeinen war es ein tolles und schönes Erlebnis! Ich habe die Zeit dort genossen, sodass ich die EYOC gerne wieder erleben würde.
Kathi, die in Olivers Alter überhaupt erst mit dem OL-Sport begonnen hat, war bereits zum zweiten Mal bei der Jugend-EM. Sie schildert ihre Eindrücke folgendermaßen: Ein Event wie die EYOC ist mehr als bloß ein mehrtägiger Wettkampf. Es ist viel eher ein Erlebnis, welches man mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht so schnell vergisst. Sei es das Gefühl zu wissen, dass man im Team unsere Nation vertritt oder die Professionalität und der Aufwand, der hinter diesem Event steht - die EYOC 2023 wird mir auf jeden Fall positiv im Gedächtnis bleiben. Uns zwar trotz eines beträchtlichen Parallelfehlers am Ende der zuvor nahezu perfekten Langdistanz ;-)
Unser Nachwuchsstar Eli konnte sich bereits 2021 und 2022 für die EYOC qualifizieren, im Vorjahr verzichtete er allerdings nach einer krankheitsbedingt nicht optimalen Vorbereitung auf seinen Startplatz. So beschreibt er seine Eindrücke: Wenn ich die EYOC mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es durchwachsen. Denn durchwachsen war nicht nur der Wald bei der Langdistanz, sondern auch meine persönlichen Leistungen sowie das Drumherum. Die EYOC ist ganz allgemein eine Großveranstaltung, bei der verschiedene Nationen aus Europa anwesend sind. Sowohl im Ziel beim Start als auch bei der Siegerehrung ist man immer von LeistungssportlerInnen aus ganz Europa umgeben. Dadurch wirkt die Veranstaltung immer sehr professionell, jedoch werden der persönliche Leistungsdruck und die Nervosität ebenfalls gestärkt. Dieser Umstand ist unter anderem beim Start zu beobachten: Jeder ist fokussiert, angespannt und versucht seine beste Leistung zu erbringen. Auch wenn der Wald und die Karte österreichischen Gebieten ähnlich sind, ist ein solcher Wettkampf vor allem eine mentale Herausforderung. Ich persönlich kann über meine Läufe berichten, dass ich sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen mitnehmen kann, die sich in den Resultaten widerspiegeln. Zum Schluss ist noch anzumerken, dass die EYOC neben der sportlichen Komponente auch den sozialen Austausch mit anderen SportlerInnen beinhaltet und dieser in diesem Jahr nicht zu kurz gekommen ist.
Juniorenläufer Peter hatte sich für seine letzte Junioren-WM hohe Ziele gesteckt, die er leider nicht ganz erreichen konnte: Obwohl ich mich intensiv auf die JWOC vorbereitet hatte und mit hohen Erwartungen angereist bin, kann ich mit meiner Leistung nicht zufrieden sein. Unter dem hohen Druck und der Nervosität konnte ich nicht mein volles Können zeigen. Dennoch nehme ich wertvolle Erfahrungen aus den Wettkämpfen auf höchstem Niveau mit, die mich motivieren, meinen Weg in der Elite fortzusetzen. Zum Abschluss gelang ihm aber noch ein solider Lauf auf der Staffelstartstrecke und er konnte sich mit seinem Team über einen guten 15. Platz freuen.
Wie Elias es schon sehr schön beschrieben hat, ist eine internationale Meisterschaft eine große und aufregende Sache und dort eine gute oder gar außerordentliche Leistung zu erbringen, ist eine hohe Kunst. Wo das bereits gelingt, könnt ihr stolz darauf sein, und wo es noch nicht so klappt, seid geduldig mit euch selbst! Der Nachwuchskader ist nicht umsonst ein Entwicklungs- und kein Leistungskader. Wir hoffen, dass ihr euren Weg so fortsetzt und wünschen euch dabei alles Gute! :-)