2x Edelmetall bei der Senioren-WM
Den Auftakt der WMOC bildeten die Sprintbewerbe (Qualifikation und Finale), die am 3. und 4. August im Herzen von Turku, der ältesten Stadt Finnlands, stattfanden. Die spektakulär im Paavo Nurmi Stadion angesiedelte Arena sorgte bereits bei der Quali für großartige Stimmung - vor so gut gefüllten Zuschauertribünen läuft man beim OL selten ins Ziel! Beim Finale verlief der Zieleinlauf dann unmittelbar vor dem imposanten Dom von Turku, die Stiegen zum Kirchenportal dienten als Zuschauertribüne. Die Bahnen führten die Läuferinnen und Läufer durch den Unicampus und boten interessante Routenwahlen und Navigationsaufgaben.
Von den fünf Fürstenfeldern konnten sich Joachim Friessnig (M65), Eva Kailbauer (W50), Roland Fesselhofer (M35) und Ursula Fesselhofer (W35) für das jeweilige A-Finale qualifizieren. Einzig Gottfried Scheikl (M60) musste mit dem B-Finale vorlieb nehmen. (Anmerkung: In den am stärksten besetzten Kategorien M60 bis M70 gab es vier Finali, also A bis D!)
Sprint Qualifikation: Ergebnisse, Livelox, Fotos etc.
Ursi konnte dann im Finale ihre Erfahrung als Sprinterin auf internationalem Niveau voll ausspielen und holte sich den Weltmeistertitel in ihrer Kategorie. Roland landete auf Platz 17 - der ersehnte Platz in den Top 10 war durch die krankheitsbedingt magere Vorbereitung außer Reichweite. Eva klassierte sich auf dem 35. Platz, Joachim wurde 38. und Gottfried 40.
Nach einem Ruhetag, den die meisten für den Model Event im Wald nützten, ging es mit dem Qualifikationslauf für die Waldbewerbe weiter. Da man sich separat anmelden konnte, waren nun noch mehr Leute am Start als bei den Sprintbewerben, vor allem in den teilnehmerstarken höheren Altersklassen (in den Kategorien M60 bis M70 gab es nun auch noch ein E-Finale). Eva, Roland und Ursi, letztere als Qualisiegerin, sicherten sich einen Startplatz im A-Finale der Mitteldistanz. Joachim qualifizierte sich für das C-Finale, Gottfried für das D-Finale.
Für die Mitteldistanz wurde dieselbe Arena wie für die Quali genützt, es wurde aber in einem anderen Waldgebiet gelaufen, das noch detailreicher und spannender war. Im Vergleich zum Sprint war es nun natürlich schwieriger für uns Mitteleuropäer, sich gegen die Felsplatten- und Sumpf-erprobten Skandinavierinnen und vor allem Finnen zu behaupten. Ursi musste sich mit ein paar Unsicherheiten und einem Fehler ganz zum Schluss mit Platz 5 begnügen, Roland wurde 37., Eva 64. und Joachim 39. Gottfried rockte das D-Finale und wurde dort Zweiter, womit er für den abschließenden Langdistanzbewerb ins C-Finale aufstieg!
Für den krönenden Abschluss, die Langdistanz, ging es nach einem weiteren Ruhetag noch in ein anderes Waldgebiet, das zum ersten Mal seit 1985 wieder für einen OL-Wettkampf genützt wurde. Was zeigt, wie gesegnet die Finnen mit schönen OL-Wäldern sind, wenn man ein so reizvolles Laufgebiet einfach mal aus der Schublade hervorholen kann. Skandinavien-Fans kamen hier voll auf ihre Kosten und durch die vielen Felsplatten war der Wald tatsächlich recht schnell belaufbar (das kann in Skandinavien ja auch ganz anders sein).
Ursi gelang an diesem Tag ein sehr stabiler Lauf, der ihr Platz 3 und die Bronzemedaille brachte. "Auf die bin ich fast noch mehr stolz als auf die Goldmedaille im Sprint - gegen all die Finninnen im finnischen Wald.", freut sie sich über den Erfolg. Auch für Roland schaute zum Abschluss mit Platz 18 noch ein ansprechendes Ergebnis heraus. Eva kämpfte sich auf Platz 69, Gottfried wurde im C-Finale sehr guter 21. und Joachim hatte leider einen Fehlstempel zu verzeichnen.
Nun startet auch bald bereits wieder die nationale Herbstsaison. Vor den zwei "regulären" AC-Wochenenden finden noch zwei Nachträge statt: Am 7. September wird die Staffelmeisterschaft nachgeholt und am 15. September die Staatsmeisterschaft über die Langdistanz in Burgau, die eigentlich im Rahmen des Thermenland Opens stattfinden hätte sollen, aber einem Unwetter zum Opfer gefallen war.