ORIENTIERUNGSLAUF CLUB FÜRSTENFELD 

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, Fesselhofer Ursula

Ski-OL Weltmeisterschaft in Estland

Nicht nur in Österreich hielt vergangene Woche der Frühling Einzug, auch im estnischen Otepää stellte das Wetter Veranstalter wie Athleten vor große Herausforderungen. Von 22.-28. Februar kämpften dort rund 100 Athletinnen und Athleten aus 17 Nationen um Medaillen und Platzierungen, darunter auch Roland Fesselhofer vom OC Fürstenfeld und Antonia Erhart vom OLC Graz.

Wie bereits im Vorbericht beschrieben, hatte sich die Vorbereitung für das österreichische Team sehr schwierig gestaltet. Dennoch war die Motivation groß, endlich Wettkämpfe bestreiten zu können. Etwas gedämpft wurde die Vorfreude dann durch das Wetter, das sich pünktlich zu Beginn der WM von seiner für diese Sportart unfreundlichsten Seite zeigte: Zunächst verwandelte gefrierender Regen die Gegend in einen Eislaufplatz, dann ließen Plusgrade den Schnee von Tag zu Tag dahinschmelzen, sodass sogar eine Absage der letzten Bewerbe im Raum stand. Letztlich gelang es den Veranstaltern jedoch, alle Wettkämpfe unter fairen Bedingungen durchzuführen.

Sprint: Die WM-Woche begann wie meistens mit dem Sprintbewerb. Nicht Rolands beste Disziplin und darum stets ein willkommener Einstieg, um auf Touren zu kommen - in diesem Jahr galt das umso mehr. So merkte er geradezu, wie die anfangs noch etwas rostige O-Technik im Laufe des Rennens immer flüssiger wurde, was ihn auch zuversichtlich für die kommenden Wettkämpfe stimmte. Der 49. Platz beim Sprint bedeutete zugleich die Startnummer für die Verfolgung am nächsten Tag.

Bericht ÖFOL-Homepage / Ergebnisse

Verfolgung: Hier rechnete sich Roland die besten Chancen aus, da ihm im Ski-OL die längeren Distanzen am besten liegen. Doch leider ereilte ihn am am weitesten entfernten Punkt der Strecke ein Skibruch, der ihn zur Aufgabe zwang und ihm sein erstes DNF (did not finish) in einer Ergebnisliste bescherte.

Bericht ÖFOL-Homepage / Ergebnisse

Mitteldistanz: Zum Glück gab es zwei Tage später mit der Mitteldistanz noch einen weiteren Einzelbewerb und damit eine weitere Chance. Mit seiner physischen Performance war Roland an diesem Tag sehr zufrieden, O-technisch wären noch ein paar Minuten drin gewesen. Mit Platz 38 gelang ihm auf jeden Fall eine deutliche Steigerung zum Auftaktrennen.

Bericht ÖFOL-Homepage / Ergebnisse

Sprintstaffel: Zum Abschluss stand als Teambewerb noch eine Mixed Sprintstaffel am Programm, bei der eine Dame und ein Herr abwechselnd drei Runden (in Summe also sechs Runden) zu absolvieren hatten. Antonia legte einen sehr guten Start hin, doch Rolands erster Einsatz war eher durchwachsen und so mussten sich die beiden fortan einsam über die Runden kämpfen. Trotzdem reichte es am Ende nur knapp nicht für die Top 10 in der Nationenwertung, sie belegten den 11. Platz.

Bericht ÖFOL-Homepage / Ergebnisse

Durch den Ausfall bei der Verfolgung war die WM für Roland gefühlt noch schneller vorbei als gedacht. "Am Ende stehen ein 38. und ein 49. Platz bei den Einzelbewerben und ein 11. Platz (Nationenwertung) bei der Sprintstaffel auf der Habenseite. In Anbetracht der Vorbereitung, die kaum Ski-OL-spezifisch möglich war, ist das gar nicht so schlecht, aber ich hatte bei keinem Wettkampf das Gefühl, dass ich meine tatsächliche läuferische Form wirklich zeigen konnte und hätte daher gerne deutlich mehr erreicht.", so sein abschließendes Resümee.

Nun ist zunächst mal Erholung angesagt und dann geht es bereits weiter mit der Vorbereitung auf die (Fuß-)OL-Saison. Diese sollte nach Ostern mit den ersten Wettkämpfen starten, was aber leider aufgrund der Coronasituation noch mit großen Unsicherheiten behaftet ist. Hoffen wir das Beste!

Foto von Reigo Teervalt (WSOC 2021 Verfolgung)